Es war n´büsschen was los, wa? – Jo, a bissl weniga datats ah.

Ja, ich geb es zu. Die Regelmäßigkeit meiner Updates lässt zu wünschen übrig. Aber es tut sich  auch so viel. Was das alles war, soll hier kurz und knapp angeführt werden:

ÖHA!, Öko, Österreich

Ich habe ja bereits an unterschiedlicher Stelle davon berichtet, dass ich mich zunehmend mit Fragen ökologischer Implementierung digitaler Technologie und der Rolle der Medienpädagogik dabei auseinandersetze. Dazu gibt es im Moment mein Herzensprojekt ÖHA! – Ökologisch-nachhaltiges Medienhandeln in Schule und darüber hinaus der PH Wien. Hierbei sind wir einerseits am Sammeln unterschiedlichen Materials sowie an der „Übersetzung“ von wissenschaftlichen Erkenntnissen für Lehr-Lernszenarien für die Primarstufe und die Sekundarstufe I.

Zusätzlich intensiviert sich der Austausch zum Thema Ökologie, Umweltschutz und Medienbildung und mehr Institutionen beschäftigen sich mit diesen und verwandten Fragen. Dies ist könnte auf die generell intensivierte Auseinandersetzung mit Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes und auf Initiativen wie „Friedays for Future“ zurückgeführt werden. So fand zu diesem Thema Mitte September 2019 etwa das Treffen des Wissenschaftlichen Beirats von saferinternet.at u.a. mit Vertreter*innen vom Umweltbundesamt und Greenpeace statt. Hier gilt es m.E. Synergien zwischen den einzelnen Aktivitäten zu finden und gemeinsam an einem – transdisziplinären – Strang zu ziehen.

Medienbildung und Informatische Grundbildung?

Vom 17. bis 20.09.2019 fand an der PH Oberösterreich der ÖFEB-Kongress 2019 unter dem Titel „Vermessen? Zum Verhältnis von Bildungsforschung, Bildungspolitik und Bildungspraxis“ statt. Ich war beim Symposium „Informatisches Denken versus|oder|und Medienbildung. Vom vereinfachten Kompetenzdenken zu empirischen Hürden“ mit Erich Schönbächler, Gerhard Brandhofer (PH NÖ) und Josef Buchner (Universität Duisburg Essen)  dabei.

Ziel des Symposiums war es das Verhältnis von Medienbildung und Informatischer Grundbildung insbesondere aus wissenschaftlich-theoretischer und pädagogisch-praktischer Perspektive zu diskutieren. Ich durfte einen Vortrat mit dem Titel „Vom Hier und Dort. Oder ein systematischer Versuch der Verbindung von Informatischer Grundbildung und Medienbildung“ halten. Erich Schönbächler hat an Hand einiger Roboter berichtet, wir er diese von der Elementarpädagogik, über die Primarstufe bis in die Sekundarstufe I einsetzt. Im Anschluss durfte ich gemeinsam mit Erich die Frage der Verbindung der theoretischen Bezüge zur Praxis in der Schule oder Elementarpädagogik diskutieren.

Juhu, ich bin im Vorstand der Sektion Medienpädagogik der ÖFEB

Ich freue mich seit Mitte September 2019 für mindestens zwei Jahre gemeinsam mit Alessandro Barberie (Universität Wien) und Josef Buchner (Universität Duisburg Essen) den Vorstand der Sektion Medienpädagogik der ÖFEB bilden zu dürfen. Diese ehrenwerte Aufgabe haben wir von Christian Berger und Thomas Strasser, beide PH Wien übernommen. Unser Ziel ist neben der verantwortungsvollen Weiterführung der Sektion insbesondere eine stärkere Förderung des medienpädagogischen Nachwuchses in Wissenschaft und Forschung sowie die Öffnung der Sektion auch gegenüber eher technologischeren und/oder didaktischen Zugängen. Zusätzlich wollen wir die Vernetzungen mit anderen, ähnlichen Sektionen ausbauen. Und es wird  neue Informationskanäle geben, u.a. wurde bereits ein eigener Twitter-Account eingerichtet.

Lesen und am Sofa liegen

Herbst ist. Zeit sich gemütlich mit einer Tasse Tee (ja, es darf auch mal ein Rotwein o.ä. sein) aufs Sofa zu legen und die eine oder andere Lektüre zu verschlingen. Ich hätte da ein paar Vorschläge, die mich in der letzten Zeit sehr inspiriert haben. Ganz nach dem Motto: Lies es oder lass es,  meine Empfehlungen sind:

Zu Ökologie, Kreislaufwirtschaft: Braungart, M.; McDonough, W. (2014). Cradle to Cradle: Einfach intelligent produzieren. München Berlin Zürich: Piper Taschenbuch.

  • eröffnet neue Perspektiven auf vieldiskutierte und  wenig thematisierte Themen im Kontext Ökologie, Umweltschutz usw.
  • inspirierend, leicht zu lesen
  • wissenschaftlich UND anschaulich
  • Was hat ein Kirschbaum mit Kreislaufwirtschaft zu tun?

Zum Verhältnis von Medienbildung, Informatik und Schulpädagogik: Schmid, U.;  Gärtig-Daugs, A. (2018). Notwendigkeit der Integration elementarinformatischer Lerneinheiten in den Vor- und Grundschulunterricht. MedienPädagogik, 31, 78–106. https://doi.org/10.21240/mpaed/31/2018.03.29.X

  • beschreibt unaufgeregt, ohne „Platzhirsch“-Gehabe das Verhältnis von Medienbildung, Informatik und Schulpädagogik
  • konkrete Anregungen für Lehr-Lernszenarien von der Elementarpädagogik, über die Primarstufe und auch für das Lehramtsstudium mit Bezug zur Medienbildung

Ein bisschen was von mir: In den letzten Monaten sind auch einige Texte aus meiner Feder veröffentlicht worden. Ich möchte hier drei  zur Diskussion stellen:

  • Grünberger, N. (2019). Praxisnah, theoriegeleitet und kritisch-reflexiv. Medienimpulse, 57(3). https://doi.org/10.21243/mi-03-19-15
  • Grünberger, N. (2019). Fragmentiert und Fluide? Eine Skizze zu Bildungsprozessen entlang tiefgreifender Medialisierungsprozesse. In M. Oberlechner; R. Schneider (Hrsg.), Fluidität.Bildet. Baden-Baden: Nomos-Verlag.
  • Grünberger, N.; eBauer, R. (2019). Nachhaltigkeit? Handlungsfelder auf dem Weg zu einer ökologisch-verantwortlichen Mediennutzung an Hochschulen. Synergien. Fachmagazin für Digitalisierung in der Lehre, #7, Nachhaltige Digitalisierung oder digitale Nachhaltigkeit (in der Lehre), 76–79. Abgerufen von https://www.synergie.uni-hamburg.de/de/media/ausgabe07/synergie07-beitrag17-gruenberger-bauer.pdf

Neue Ästhetik, neue Gedanken: Die Änderungsschreiberei im neuen Design

Schon einige Zeit war ich mit dem Design der „Änderungsschreiberei“ unzufrieden. Wohl deswegen, weil der Blog ein Begleitprojekt meiner Promotionsphase war und diese Phase seit einigen Monaten endgültig abgeschlossen ist. Neue, andere Projekte stehen ins Haus. Neue, andere thematische Schwerpunkte haben sich nach und nach herauskristallisiert. Neue Gedanken brauchen neues Design. „Neue Ästhetik, neue Gedanken: Die Änderungsschreiberei im neuen Design“ weiterlesen

Nachlese: Medienpädagogik in der Volksschule

Dass Medienpädagogik und der Einsatz digitaler Medien auch im Primarstufenbereich Relevanz hat ist wohl unstrittig. Der offenen Fragen und der Formulierung von spezifischen Chancen und Herausforderungen von (digitaler) Medienbildung ist die Tagung „Medienpädagogik in der Volksschule“ vom 23. Bis 24.5.2017 an der PH Salzburg aus unterschiedlichen Perspektiven nachgegangen. „Nachlese: Medienpädagogik in der Volksschule“ weiterlesen

Das Verschwinden des treuen Begleiters von Bildung in der Gegenwart

Kulturelle Entwicklungen haben die Eigenheit sich langsam und behutsam in unser Leben einzuschleichen, um nach einiger Zeit, wenn selbst die Industrie und die breite Öffentlichkeit davon Wind bekommen hat wie ein Gigolo laut zurufen: „Hei, ich bin da! Du willst und kannst nicht ohne mich.“ Manche kulturelle Bereiche zieren sich wie eine Diva, dies auch wirklich zu glauben und brauchen mehr Überzeugungskraft als andere. Eine solche Diva ist Bildung respektive das Bildungssystem. Und einer dieser etwas lautstarken Gigolos sind digitale Medien; – oder das was in der Thematisierung von Mediatisierung und Digitalisierung jeweils aufs Neue in den Fokus gerückt und mit einem neuen, schillernden Begriff bezeichnet wird. „Das Verschwinden des treuen Begleiters von Bildung in der Gegenwart“ weiterlesen

Medienbildung: Wissenschaftstheorie, Methodologie, Forschungsprogrammatik, Empirie

Liebe Leute,

in diesem Jahr  wird unsere Flensburg Winter School 2016 am Seminar für Medienbildung (Europa-Universität Flensburg) ein Stück erweitert. In diesem Jahr – oder für die ÖsterreicherInnen unter uns: heuer – haben wir am ersten Tag (24.11.2016) eine Schwerpunktsetzung auf Fragen rund um MedienbildungsFORSCHUNG, denen wir uns in einem offenen, diskussionsfreudigen Forschungssymposium widmen. Der zweite Tag (25.11.2016) konzentriert sich wie gewohnt auf den Austausch von Akteuren aus Schule, Forschung und Politik im Kontext der medienpädagogischen Praxis (bspw. an Hand konkreter Medienbildungskonzepten von Schulen).

Anbei der Call.
Einreichungen (Abstract, 3.000 Z., all incl.) sind bis 22.Mai 2016 möglich.
Mail an: symposium-medienbildung@uni-flensburg.de
Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich freue mich insbesondere auch auf das „Schnacken“ – oder für die ÖsterreicherInnen: Sudern und Ratschn – am 24.11. Abends. Zur Info: Es gibt u.a. Currywurst und Flensburger Bier. „Medienbildung: Wissenschaftstheorie, Methodologie, Forschungsprogrammatik, Empirie“ weiterlesen

Wozu eine Tagung zur Frage des Wozu´s der Medienbildung?

Rückblick auf die Tagung „Medien – Wissen – Bildung“, Innsbruck, Februar 2015

IMG_2442Ende Februar 2015 fand an der Universität Innsbruck[1] eine weitere Ausgabe der Konferenz-Reihe Medien – Wissen – Bildung statt. Die diesjährige Tagung folgte dem Anspruch sich dem „Drehtürbegriff“ Medienbildung zu nähern und diesen wissenschaftlich, theoretisch, praktisch und künstlerisch abzutasten und zu legitimieren. Das im Call formulierte Ziel war es, in einer „interdisziplinären und internationalen Gemengelage Synergien“ zwischen heterogänen Zugängen zu eruieren und sichtbar zu machen. Neben klassischen Vorträgen mit anschließender Diskussion fanden Lightning Talks, Poster Sessions, Workshops, Paper Discussions und ein Speed-Dating, bei dem im Schnellverfahren differente wissenschaftliche Zugänge kennengelernt und gegenübergestellt werden konnten, statt.

Die übergeordneten Fragen lauteten: Welche Zielvorstellungen generiert Medienbildung hier? Wozu wird diese betrieben?. Oder kurz: Medienbildung wozu?

Kritisch kann man daran anschließend fragen: Wozu eine wissenschaftliche Konferenz zur Frage des Wozu´s der Medienbildung? – Dieser Frage geht der vorliegende Tagungsrückblick an Hand einiger konkreter Aspekte nach. „Wozu eine Tagung zur Frage des Wozu´s der Medienbildung?“ weiterlesen